Miryam Roper

 Köln Judo, Kampfsport, Influencer

Kurzbeschreibung

Entgegen jeder Wahrscheinlichkeit zweifache Olympionikin, mehrfache WM-, EM- und PanAm-Medaillengewinnerin, erste und einzige deutsche Weltranglistenerste im Judo auf dem Weg nach Tokyo 2020

Beschreibung

Road to Tokyo 2020 - Do what's never been done before. Das ist mein Motto, um mein großes Ziel, eine Medaille bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokyo zu gewinnen, zu erreichen.

Du kannst das nicht., Du bist zu jung, zu alt, zu groß, zu, klein, zu dick, zu dünn, zu ... was auch immer, um das zu tun. Wer hat diese recht ernüchternde Worte in seinem Leben nicht gehört? Doch bloß weil ich nicht in das vorgefertigte Konzept passe, nicht die Idealmaße erfülle, der Statistik nach kein Potential habe, bloß weil niemand, der auf dem Papier so ist wie ich,  das vorher geschafft hat, heißt es noch lange nicht, dass ich nicht die Erste sein werde, die es eben doch tut. Das ist meine Geschichte. 

Als ich 14 Jahre alt war und zum ersten Mal die Olympischen Spiele wirklich verfolgte, beschloss ich, dass ich eines Tages auch eine Olympionikin sein werde. Aufgewachsen in einem kleinen Dorf im Rheinland fernab von Olympiazentren und Sportschulen, brauchte ich ca. 2,5h mit Bus und Bahn ins Training. Dementsprechend hatte ich bis Ende meiner Schulzeit nicht die Möglichkeit, zweimal täglich trainieren wie meine Altersgenossinnen, was sich natürlich auch in den Leistungen widerspiegelte. Zwar konnte ich national wie international ein paar Medaillen gewinnen, aber den Sprung in die Jugend- oder Junioren-Nationalmannschaft schaffte ich nicht. 

Nichtsdestotrotz beschloss ich meinen Traum weiterzuverfolgen und verlegte meinen Lebensmittelpunkt nach Köln an den Bundesstützpunkt. Allerdings musste ich dafür zwischen Uni, Training und diversen Nebenjobs (Kellnern, Eis oder Brötchen verkaufen, Promo für Laufschuhe, Hostessen- und Messejobs etc.) jonglieren, da ich meinen Lebensunterhalt auch mitfinanzieren musste. Schritt für Schritt verbesserten sich meine Leistungen, doch die Zeit war mein größter Gegner. Schließlich war eine Aufnahme in die Nationalmannschaft nur bis 23 Jahren möglich. Danach sah man nicht genügend Potential zur Entwicklung. Doch mein Trainingsrückstand war groß und die Dreifachbelastung hatte seinen Preis. Obwohl ich immer wieder mit Medaillen auf mich aufmerksam machen konnte, waren meine Leistungen dem Verband nicht stetig genug, um mich zu fördern und so feierte ich meinen 23. Geburtstag mit dem faden Beigeschmack, dass ich eventuell zu alt sei. Ich empfand das als unfair, schließlich schlug ich Weltklasse-Athletinnen  und hatte auch mehr Medaillen gesammelt, als Athletinnen aus der Nationalmannschaft, die nur jünger waren, aber nicht erfolgreicher. Zu diesem Zeitpunkt kam erstmalig der Gedanke in mir auf, für mein Vaterland Panamá zu starten. Das erwies sich dann aber aufgrund der fehlenden sportlichen Infrastruktur und damaligen Kommunikationswege ohne facebook, whatsapp etc. als unmöglich. Also blieb mir keine andere Wahl als mich weiterdurchzubeißen.

2007 mit beinahe 25 wurde ich dann in die Nationalmannschaft berufen und konnte direkt auf einem der wichtigsten Weltturniere eine Medaille holen. 2008 kam dann aber der Dämpfer, bei der Team-Weltmeisterschaft verletzte ich mich an der Schulter, musste zweimal operiert werden und fiel für ein Jahr aus. Im Nachhinein war diese Verletzung zwar vielleicht vermeidbar, aber dennoch gut. Schmerzhaft wurden mir die Augen geöffnet, dass ich für mein Ziel, die Olympischen Spiele wirklich mein Leben komplett danach ausrichten muss und ich noch einiges zu professionalisieren hatte. Einerseits meine Lebensumstände, andererseits der Umgang mit meiner Ernährung. In einem Sport mit Gewichtsklassen ist eine gesunde und bewusste Ernährung ausschlaggebend. Doch als Naschkatze und Liebhaber des guten Essens nahm ich dann auf den letzten Drücker bis zu 6kg in einer Woche ab, was natürlich alles andere als gesund und sinnvoll war. Ich stellte meine Ernährung dann komplett um, für 1 Jahr waren Süßigkeiten, Brot, Nudeln und vor allem die ganzen Light-Produkte tabu. Heute gibt es dann und wann wieder Süßes und Brot, nur den Süßstoff habe ich für immer verbannt.

Die Professionalisierung meiner Lebensumstände hingegen war nicht so einfach. Um mich wirklich auf den Sport konzentrieren zu können, brauchte ich finanzielle Absicherung. Das deutsche Sportsystem ließ nur eine Institution als Möglichkeit zu: die  Sportfördergruppe der Bundeswehr. Pazifistisch eingestellt mit großer Abneigung zu Krieg und Waffen musste ich nicht nur entgegen meiner Überzeugung handeln, auch große Teile meines Umfeldes, Freunde und Familie rieten mir von diesem Schritt ab. Denn ich musste dafür mein Studium abbrechen, da die Bundeswehr zu dieser Zeit noch nicht erlaubte, dass von ihnen geförderte Spitzensportler auch studierten. Doch ich war überzeugt von mir und meinem Potential, obwohl die Statistiken gegen mich sprachen, dass ich auch mit 30 noch zur Olympionikin werden könnte. Genauso bewusst war ich mir, dass ich nur mit finanzieller Unabhängigkeit auf Weltniveau konkurrenzfähig sein würde. Natürlich habe ich damit, meine beruflichen Perspektiven nach der Sportkarriere verschlechtert. Aber ich musste alles auf eine Karte setzen, "No risks, no glory." Es nicht zu tun und später zu bereuen und immer zu fragen, was wäre gewesen, wenn ich meinem Herzen gefolgt wäre, wollte ich nicht. Zum 01.01.2010 der Bundeswehr bei. Ja, es war hart in vielen Momenten, aber ich habe es nicht bereut und bin der Bundeswehr sehr dankbar für die Unterstützung. Denn nur dank dieser Förderung konnte ich meine Ziele erreichen und viele Erfolge feiern. Unter anderem:

WM-Fünfte 2011, EM-Dritte und Olympionikin 2012, WM-Dritte und Weltranglisten-Erste 2013, Vize-Europameisterin 2014, EM-Dritte 2015 und Olympionikin 2016.

Zu einer olympischen Medaille hat es leider weder bei den Spielen in London 2012 noch in Rio de Janeiro 2016 gereicht. Beide Male scheiterte ich in der ersten Runde an der Weltmeisterin von 2013 und Olympiasiegerin 2016 aus Brasilien, Rafaela Silva. Es war hart und der Schmerz saß tief. Dennoch wollte ich so meine Karriere nicht beenden, einmal noch in 2017 wollte ich bei den Weltmeisterschaften ganz oben stehen. So hatte ich es in meiner langfristigen Planung beschlossen. Doch leider sah der Verband das anders. Nach den Olympischen Spielen sollte ein großer Umbruch stattfinden. Ich wollte mich dem harten Konkurrenzkampf mit den jungen, aufstrebenden Talenten erneut stellen und als deutscher Nummer Eins die WM bestreiten. Es kam anders. Der neue Bundestrainer teilte mir mit, dass ich im kommenden Jahr nicht mehr zum Nationalteam gehörte.

 

Verwendungszweck

Fotos, Videos, Coachings, Motivational Speeches, Training

Reichweiten / Links

Größte Erfolge

WM-Dritte 2013

WM-Fünfte 2011/2017

Erste und einzige deutsche Weltranglisten-Erste

2-fache Olympiateilnehmerin London 2012 und Rio 2016

Erste Grand Slam Siegerin für Panama und älteste Grand Slam Siegerin weltweit

2018
1. Central American and Caribbean Games Barranquilla U57
7. Grand Prix Hohhot GP U57
3. PanAmerican Championships San Jose PCh U57
3. Grand Prix Agadir GP U57
7. Grand Slam Dusseldorf GSL U57
3. Grand Prix Tunis GP U57

2017
1. Central American Games Managua U63
5. World Championships Budapest WCh U57
2. Grand Prix Cancun GP U57
1. Grand Slam Ekaterinburg GSL U57

2016
2. Golden League women Grozny ECC U57 
Participation Olympic Games Rio de Janeiro
5. Grand Slam Baku GSL U57 
7. European Championships Kazan ECh U57 
3. Grand Prix Samsun GP U57 
3. Grand Prix Tbilisi GP U57 
7. Grand Prix Havana GP U57 

2015
5. Grand Slam Tokyo GSL U57 
2. Grand Prix Qingdao GP U57 
7. Grand Slam Paris GSL U57 
3. World Team Championships Astana WTC U57 
2. European Games Baku teams ETC U57 
3. European Games Baku ECh U57 
7. Grand Prix Budapest GP U57 
3. Grand Slam Baku GSL U57 
3. Grand Prix Tbilisi GP U57 
1. German Championships Bonn NC U57 

2014
7. Grand Prix Jeju GP U57 
1. Grand Prix Qingdao GP U57 
3. World Team Championships Chelyabinsk WTC U57 
7. Grand Prix Budapest GP U57 
5. Grand Prix Havana GP U57 
2. European Team Championships Montpellier ETC U57 
2. European Championships Montpellier ECh U57 
2. Grand Prix Samsun GP U57 
5. Grand Prix Düsseldorf GP U57 

2013
1. IJF World Ranking Leader U57  2013
1. European Club Championships women ECC U57 
7. Grand Slam Tokyo GSL U57 
1. Grand Prix Abu Dhabi GP U57 
1. Grand Prix Rijeka GP U57 
3. World Championships Rio de Janeiro WCh U57 
1. IJF Grand Slam Moscow GSL U57 
3. Grand Prix Miami GP U57 
1. IJF Grand Slam Baku GSL U57 
3. European Team Championships Budapest ETC U57 
7. Grand Prix Samsun GP U57 

2012
3. World Cup Istanbul WCup U57 
Participation Olympic Games London
3. European Team Championships Chelyabinsk ETC U57 
3. European Championships Chelyabinsk ECh U57 
2. World Cup Budapest WCup U57 
5. Grand Slam Paris GSL U57 
1. World Cup Sofia WCup U57 

2011
5. Grand Prix Abu Dhabi GP U57 
5. World Championships Paris WCh U57 
2. PJC World Cup Miami WCup U57 
2. European Team Championships Istanbul ETC U57 
7. World Cup Prague WCup U57 
5. Grand Prix Düsseldorf GP U57 
1. World Cup Sofia WCup U57 
2. German Championships Ettlingen NC U57 

2010
5. Grand Prix Abu Dhabi GP U57 
2. World Team Championships Antalya WTC U57 
5. World Cup Birmingham WCup U57 
5. World Cup Tallinn WCup U57 
3. World Cup Bucharest WCup U57 
2. IJF World Cup Cairo WCup U57 
3. Grand Prix Tunis GP U57 

2009
3. GB World Cup Birmingham WCup U57 
3. German Open Sindelfingen ECup U57 

2008
3. World Championships Teams Tokyo WTC U57 
2. German Open Braunschweig ECup U57 

2007
3. Super World Cup Hamburg SWC U57